

Die mit zweitgrößte Stadt des Landes beeindruckt zunächst
mit ihren Brücken — 25 an der Zahl. Viele Treppen sowie kurvige und steile
Straßen bestimmen das Stadtbild. Cork wird südliches Flair nachgesagt - das mag
übertrieben sein, jedoch lebt die Stadt in einer leichten und beschwingten
Atmosphäre.
Der Name Cork leitet sich ab vom gälischen Corcaigh, was
"Marsch" oder "sumpfiges Gelände" bedeutet. Die City ist gebaut auf einer Insel
inmitten des Flusses Lee, der sich in zwei Arme teilt. Viele der heutigen
Straßen waren einst Wasserwege und auch auf der Haupteinkaufsstraße, der St.
Patrick’s Street, gab es noch 1750 Anlegestellen für Lastschiffe.
Die
Geschichte Corks ist die Geschichte der Menschen, die die Marsch in eine
blühende Stadt verwandelten. Seit dem Mittelalter ist der Ort bekannt, denn hier
gründete St. Finbarr um 650 seine Klosterschule. Jedoch steht das einzige aus
dieser Zeit erhaltene Gebäude, die Red Abbey, außerhalb der Stadt. Bei der
Belagerung Corks durch die Engländer wurde 1690 die Stadtmauer gänzlich
zerstört. Einige Fundamente sind in einem Park und im Grand Parade Hotel noch zu
sehen.
Man begann mit der Trockenlegung der Marsch und der Sümpfe aber
erst mit der Errichtung des Buttermarktes, heute auf dem Shandon-Hügel gelegen,
erreichte der Handel mit Spanien, Holland, Deutschland, Nordamerika und den
westindischen Staaten im 19. Jh. seinen kometenhaften Aufschwung. Die Stadt
wurde reich und diesen Reichtum illustrieren heute eine Reihe imposanter
Gebäude. Schon der erste Spaziergang von der Grand Parade in die St. Patrick’s
Street mit ihren stolzen georgianischen und viktorianischen Bürgerhäusern, ihren
Einblicken in ungezählte Gässchen, aus denen betagte Läden, verzierte Kirchen
und pittoreske Häuschen hervorlugen, zwischen all den Bürgern, die ständig auf
den Beinen sind, ist ein besonderer Genuss.
Anreise: nächster Flughafen: Cork (ORK)



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